Konzepte zur Defossilisierung der Energieversorgung eines Standortes der chemischen Industrie
Stefano Giuliano, DLR-Institut für Solarforschung

am 20. November 2025
16:30 – 18:00 Uhr
Online über Teams (nur für Mitglieder)

Der Vortrag fasst die Ergebnisse einer Studie zusammen, welche Herausforderungen, Anforderungen und möglichen Lösungswege zur Defossilisierung der Energieversorgung eines Standortes der chemischen Industrie vorhanden sind.

Produktionsprozesse in der chemischen Industrie haben einen hohen Bedarf an Energie. Zurzeit wird diese Energie vor allem durch fossile Brennstoffe bereitgestellt. Die Defossilisierung kann hier durch Elektrifizierung mit grünem Strom, Umstellung auf grüne Brennstoffe oder Solarthermie realisiert werden. Um die Vielzahl an möglichen Energieversorgungskonzepten systematisch untersuchen zu können, wurde eine techno-ökonomische Analyse an einem realen Chemiestandort innerhalb eines Forschungsprojektes durchgeführt. Die übergeordneten Ziele für die Energieversorgung waren CO2-Neutralität, Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und eine hohe Planungssicherheit für die Zukunft (Resilienz).

In unserer Studie haben wir festgestellt, dass Hybridsysteme in Verbindung mit thermischen Energiespeichern, die sowohl grünen Brennstoff als auch grünen Strom im optimalen Verhältnis und zur optimalen Zeit zur Bereitstellung von Strom und Wärme verwenden, die niedrigsten Energieerzeugungskosten aufweisen und optimal resilient gegenüber zukünftigen Marktveränderungen sind.

 

KWK – Baustein einer integrierten Energieversorgung

am 4. September 2025
bei 2G Energy AG in Heek
(Get together am 3. September)

Die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) steht aktuell vor einem bedeutenden Wandel: Neue politische Rahmenbedingungen erfordern strategische Neuausrichtungen. Dennoch bleibt eines unbestritten – hocheffiziente KWK-Anlagen sind auch künftig ein unverzichtbarer Bestandteil einer integrierten, klimafreundlichen Energieversorgung.

Ob als Ergänzung zu Wärmepumpen, Solarthermie und anderen Technologien, als Rückgrat moderner Wärmenetze oder durch den Einsatz klimaneutraler Brennstoffe wie grünem Wasserstoff oder Biogas – die KWK-Technologie bietet enorme Potenziale für eine zukunftssichere Energieversorgung.

Zu Beginn der Veranstaltung erhalten Sie die Möglichkeit, 2G Energy zu besichtigen.

Freuen Sie sich danach auf interessante Vorträge:

  • KWK und Digitalisierung – Nadine Lucke, GWI Essen
  • Integration von Solarwärme für Industrie und Fernwärme – Dr. Ahmet Lokurlu, Soliterm
  • KI-gestütztes Energiemanagement bei iKWK-Anlagen – Volker Tassius, Innio Jenbacher
  • Wärmeversorgung für denkmalgeschütztes Quartier – Markus Gerner, SOKRATHERM
  • Biohof Querdel: Regenerative Speichersysteme – Robert Wasser, Energethik
  • Flexible Hybrid-Lösungen – Jörg Lösing, 2G Energy
  • Neu: Biomethananlage zur effizienten Reststoffnutzung – Christopher Wischemann, Bioenergie Heek-Ahle

Im Anschluss erwartet Sie ein neues hochinteressantes Besichtigungsprogramm der Gemeinschafts-Biomethananlage in Heek-Ahle.

Nutzen Sie die Gelegenheit, sich mit FachkollegInnen aus Wissenschaft, Industrie und Energieversorgung auszutauschen, neue Impulse zu sammeln und aktiv an der Gestaltung der KWK-Zukunft mitzuwirken.

Hier geht´s zum Programm (Fachforum KWK-Programm-neu) und zur Anmeldung:
https://www.gwi-essen.de/gwi/infos/fachforum-kraft-waerme-kopplung-kwk-baustein-einer-integrierten-energieversorgung/#c5221

Anmeldefrist: 24. August 2025

Vorabend – Get-togther
Für alle Teilnehmenden, die bereits am 3. September 2025 anreisen, bieten wir ab 18 Uhr ein geselliges Get-together (Selbstzahler) im
Hotel-Restaurant Ammertmann, Nienborger Str. 23, 48599 Gronau (Epe)

Bitte beachten Sie: Melden Sie sich per Mail dazu verbindlich an (Anmeldung zum Get-together ist erforderlich).

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Ihre Veranstalter
Rhein Ruhr Power e.V.  in Kooperation mit B.KWK e.V. und Gas- und Wärme-Institut Essen e.V.

Der Vortrag stellt zum einen die Realisierung einer Power-to-X Forschungs-Plattform vor. Zum anderen werden anhand der notwendigen Defossilisierung der weltweiten Schifffahrt, die Kopplungen der unterschiedlichen Sektoren und Technologien (Elektrolyse, CCUS, PtX-Synthese) aufgezeigt. Deren Vernetzung und Interaktion ist essenziell für das Gelingen der Energiewende.