Vertreter des Clusters „Rhein Ruhr Power“ haben sich in Köln getroffen, um gemeinsame strategische Maßnahmen zur Umsetzung der Energiewende abzustimmen. Sie verständigten sich darauf, wie das Know-how des Clusters gemeinsam weiterentwickelt und für alle Partner und die Region gewinnbringend genutzt werden kann. Der Wirtschaftscluster „Rhein Ruhr Power“ ist ein Verbund aus insgesamt rund 80 Anlagenbauern, Zulieferern, Energieversorgern, Dienstleistern und Forschungseinrichtungen aus dem Bereich Kraftwerkstechnik. Hintergrund des Treffens ist der Spitzencluster-Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), der am 19. Januar 2012 entschieden wird.

Herausforderung Energiewende: Wie kann die zunehmende volatile Einspeisung der Erneuerbaren Energien ins Stromnetz geregelt werden? Dabei kommt den konventionellen Kraftwerken eine zentrale Rolle zu. Sie müssen künftig deutlich schneller und variabler Strom produzieren. An der Lösung von Fragestellungen wie dieser arbeitet der Wirtschaftscluster „Rhein Ruhr Power“. Aber nicht nur die Kraftwerkstechnik auf fossiler Basis steht im Fokus. Mit dem spezifischen Fachwissen entlang der gesamten Wertschöpfungskette soll auch das solarthermische Turmkraftwerk zur marktfähigen Spitzentechnologie entwickelt werden. Die Demonstrationsanlage vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Jülich wird zu Forschungszwecken genutzt, um Solarkraftwerke, insbesondere für den Sonnengürtel der Erde, effizienter und kostengünstiger zu machen.

Bei beiden Kraftwerkstypen will „Rhein Ruhr Power“ die Innovations- und Technologieführerschaft erringen und dabei die hohen Synergieeffekte nutzen. Dazu wird der Cluster diverse gemeinsame Projekte umsetzen, die die technischen Voraussetzungen dafür schaffen. Wie diese für alle Partner und die Region gewinnbringend genutzt werden können, darüber haben sich heute bei einem Spitzengespräch Prof. Bruno Braun, Präsident des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI), Aufsichtsratsvorsitzender der TÜV Rheinland AG und Sprecher des Clusters, Dr. Johannes Lambertz, Vorstandsvorsitzender der RWE Power AG, und Prof. Ulrich Wagner, Vorstand für Energie beim DLR, verständigt.

Um diese Ziele schneller zu erreichen, beteiligt sich „Rhein Ruhr Power“ am Spitzencluster-Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, unterstützt durch die nordrhein-westfälische Landesregierung.

Ein wesentlicher Aspekt: sehr gut ausgebildete Fachkräfte. Sie sind die Voraussetzung, um derart ambitionierte Ziele zu erreichen. „Rhein Ruhr Power“ hat sich dieses Themas deshalb mit hoher Priorität angenommen, unternimmt erhebliche Anstrengungen und betritt neue Wege im Bereich der Aus- und Weiterbildung und der Fachkräfteentwicklung. Ein Beispiel hierfür ist ein neuer berufsbegleitender Studiengang, der speziell auf die Bedürfnisse des Kraftwerksbaus und -betriebs abgestimmt wurde. Die Partner sind sich sicher: Damit wird die Attraktivität der Region als führender Standort für die Kraftwerkstechnik deutlich erhöht.

An Rhein und Ruhr herrscht das richtige Klima, um die Technologien der Zukunft voranzutreiben. Hier sind in Sachen Kraftwerkstechnik Erfahrung und Innovationskraft, Ingenieursgeist und Finanzstärke gebündelt. Hier arbeiten Wirtschaft und Forschung seit jeher partnerschaftlich für die Modernisierung der Energieversorgung. Diese gute Ausgangslage wollen wir nutzen, um den Umbau unserer heimischen Energieversorgung gemeinsam zu gestalten. Deshalb haben sich Hersteller, Betreiber und die Wissenschaft zu einem einmaligen Verbund zusammengeschlossen, um bestehende Anlagen zu erneuern und mit neuen Technologien wie dem solarthermischen Turmkraftwerk die Weltmärkte zu erobern“, erklärten die Teilnehmer nach dem Spitzengespräch. Und weiter: „Keine Region weltweit ist besser aufgestellt, um dieses Ziel zu erreichen.“

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