Am 1. September ist das Verbundprojekt „Partner-Dampfkraftwerk“ des Clusters Rhein Ruhr Power an den Start gegangen und hat damit den ersten Schritt für das Kraftwerk der Zukunft gelegt.

Mit dem „Kraftwerk der Zukunft“ hat sich der Rhein Ruhr Power e.V. das Ziel gesetzt, ein Produkt zu entwickeln, das die Kerneigenschaften „Flexibilität, Effizienz und Umweltverträglichkeit“ aufweist. Den ersten wichtigen Baustein leistet das Verbundprojekt „Partner-Dampfkraftwerk“, das die bedarfsgerechte Integration von Strom aus fluktuierenden Energiequellen deutlich verbessern will. In diesem für die Energiewende wichtigen Forschungsvorhaben sollen neue technische Konzepte entwickelt werden, die Bestandskraftwerke so ertüchtigen, dass die schwankende Stromeinspeisung aus Wind- oder Photovoltaikanlagen sicher ausgeregelt werden kann und damit die Netzstabilität gefestigt wird.

In Deutschland und weltweit geht der Ausbau von erneuerbaren Energien voran, während die Installation von kapazitätsstarken Stromspeichern hinterherhinkt. Für den Übergang müssen Kohlekraftwerke weiterhin wichtige Netzregelaufgaben wahrneh­men. So werden Dampfkraftwerke zu Partnern der Erneuerbaren.

Bestehende thermische Kraftwerke sind für den hochflexiblen Betrieb zum Ausgleich der fluktuierenden Einspeisung aus Erneuerbaren bisher nicht ausgelegt. Das heißt, sie müssen so umgebaut werden, dass sie den neuen Anforderungen gerecht werden. Bisher sind Dampferzeugeranlagen und Turbinen für die maximale Leistung im Grund- und Mittellastbetrieb optimiert. Durch die ansteigende Einspeisung von Erneuerbaren Energien werden die thermischen Kraftwerke jedoch zunehmend im Teillastbetrieb „gefahren“. „Dadurch leidet sowohl die Effizienz der Kraftwerke als auch die Materialien vieler Kraftwerkskomponenten. Auch wird die geplante störungsfreie Einsatzdauer bei erhöhten Lastwechselzyklen in vielen Kraftwerken nicht mehr erreicht“, so Hans-Joachim Meier, Projektleiter bei dem VGB PowerTech e.V.

Für die Umsetzung der Ergebnisse des Verbundvorhabens in bestehende Kraftwerke werden die an dem Projekt beteiligten Kraftwerksbetreiber E.ON, RWE, Steag und Vattenfall gemeinsam mit den Kraftwerksherstellern Hitachi und Siemens sorgen. DLR, das Energiewirtschaftliche Institut an der Universität zu Köln (EWI) und Wissenschaftler der Universität Duisburg-Essen unterstützen die Arbeiten mit wissenschaftlichem Know-how. Das Projekt hat eine Laufzeit bis Februar 2015 und wird vom Bundeswirtschaftsministerium innerhalb des Forschungsprogramms COORETEC gefördert.

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